Daten: Anzahl Arten, die in 25 oder
weniger Kartierflächen vorkommen, pro Kartierfläche.
Sehr seltenen Arten (bezogen auf
die Schweiz) findet man im Wallis und in den grenznahen Gebieten. Die
ausgeprägte Trockeninsel Wallis beherbergt trockenheitsertragende
Pflanzen, die bei mittleren und damit feuchteren Bedingungen durch
konkurrenzstärkere Pflanzen verdrängt würden. Viele
dieser Pflanzen werden dem mediterranen und submediterranen
Florenelement zugeordnet. Dazu kommen Pflanzen des kontinentalen,
trockenen Europas. Die erhöhten Artenzahlen von seltenen
Pflanzen entlang der grossen Flüsse bis zum angrenzenden Ausland
ist klimatisch und pflanzengeographisch erklärbar. Die klimatisch
milde Region Genf beherbergt einige mediterrane und submediterrane
Arten, die dem übrigen Mittelland fehlen. In der Region Basel mit
geringen Niederschlägen und hohen mittleren Jahrestemperaturen gedeihen
ebenfalls mediterrane und submediterrane Arten, also trockenheitsertragende
Pflanzen. Östliche Florenelemente (pontisch) aus der Flora des Donautales
sind in der Nordostschweiz (Schaffhausen, Nordzürich, Thurgau) ausschlaggebend
für die erhöhte Anzahl an seltenen Pflanzen. Im warmen Südtessin
sind es wiederum mediterrane und submediterrane Elemente, die vom Süden her
einstrahlen und im Gebiet ihre vorläufige Nordgrenze erreichen.
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