Mit dem LFI durch den Schweizer Wald

 


Achtung, Waldarbeiten! Kommen wir da wohl vorbei? Ohne Waldstrassen wäre eine rationelle Holzernte und Waldpflege wohl kaum möglich.
Stimmt schon, aber neue Waldstrassen bringen auch Unruhe in bisher kaum gestörte Bergwälder. Werden eigentlich noch viele neue Strassen gebaut?

 

Wege für Menschen



Karte zum Thema:


Potentieller Holzernteaufwand

 

In der Schweiz wird das Holz üblicherweise ab Waldstrasse verkauft. Für den Erlös entscheidend sind die «Rückekosten» dorthin.


Holzverkauf ab Waldstrasse

Seit den fünziger Jahren fördert der Bund verstärkt den Ausbau des forstlichen Erschliessungsnetzes. Heute ist es weitgehend vollendet. Neue Strassen braucht es gemäss Bundesamt für Umwel, Wald und Landschaft (BUWAL) nur noch dort, wo Schutzwälder gepflegt werden müssen oder sich die Holzerntekosten deutlich senken lassen. Solche Wälder stehen überwiegend im Alpenraum, insbesondere auf der Alpensüdseite. Bestehende und geplante Naturwaldreservate bleiben möglichst ungestört.

Von 1985 bis 1995 wurden im Wald 2'800km Lastwagenstrassen gebaut oder ausgebaut, zu über 90% mit Naturbelägen. Die Länge aller Waldstrassen beträgt heute 29'000km, mehr als die Hälfte des Erdumfanges. Dies ergibt pro Hektare Waldfläche rund 26m Strasse. Doch höchstens 88% des Schweizer Waldes können mit Traktor oder Seilkran genutzt werden und gelten als erschlossen. Als Alternative bleibt der Helikopter, mit dem 5% der genutzten Holzmenge transportiert wurden.

 

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