Mit dem LFI durch den Schweizer Wald

 


Hier liegt noch jene Menge Holz, das der Orkan Lothar geworfen hat. Eine Katastrophe für die Waldbesitzer. Die Spazierwege jedenfalls wurden vom Forstdienst wirklich schnell geräumt. Aber sollte wegen den Borkenkäfern nicht alles Totholz rausgeholt werden?
Schau diesen Käfer hier. Ist das ein Borki?

 

Naturschutz

Karte zum Thema:

Totholz gesamt




Liegendes Totholz, Lebensraum für Flechten und Moose.

Der Holzabbau erfolgt überwiegend durch Pilze. Diese Arten sind auf Totholz angewiesen.


Totholz lebt

Der gefürchtete Borkenkäfer befällt meist nur lebende, geschwächte Fichten. Aber für zahlreiche andere Insekten und holzabbauende Pilze sind Dürrständer und liegendes Totholz die wichtigsten Lebensräume. Deshalb sind aufgeräumte Wälder heute «out». Etwa ein Viertel unserer Käferarten verbringen mindestens eines ihrer Lebensstadien im Holz, so wie die Larven des abgebildeten Bäckerbockes. Viele Vogelarten wiederum ernähren sich von diesen Insekten.

6% aller Schweizer Bäume sind tot. Das entspricht 3% des Holzvorrates oder 14 Millionen m3 (12m3/ha). Gemäss LFI hat der Totholzvorrat zugenommen und ist im Mittelland halb so gross, wie von Naturschutzkreisen gewünscht. In nicht bewirtschafteten europäischen Waldreservaten werden 5-25% Totholzanteil gemessen.

 

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