Aufgrund Ihrer Beschreibung, dass in Ihrem Dorf Vorhaben und Projekte nicht vorankommen oder blockiert sind und heisse Themen die Bevölkerung spalten, charakterisieren wir ihr Dorf als:

Dorf im Umbruch



In vielen Dörfern liegen konkrete Fragen oder Vorhaben in der Luft, die als Ausgangspunkt für einen Mitgestaltungsprozess genutzt werden können. Es ist sehr gut möglich, eine Mitgestaltung zunächst auf eine bestimmte Fragen oder ein konkretes Vorhaben zu beschränken und später auf andere Bereiche zu erweitern. Dazu zwei Beispiele:

Die thematische Eingrenzung eines Mitgestaltungsprozesses ist v.a. dann angezeigt, wenn ein "heisses Thema" das Dorf spaltet und sich daran weitere Spannungen und Konflikte entzünden. In einem solchen Fall ist ein thematisch offener Mitgestaltungsprozess nicht zu empfehlen, da der schwelende Konflikt die dafür nötige Offenheit und Gesprächsbereitschaft verunmöglicht. Vielmehr sollte in solchen Fällen das ungelöste Problem zum Thema gemacht werden.

Konfliktlösung:
Die Leitung kann z.B. eine von den Konfliktparteien anerkannte Person oder Gruppe aus dem Dorf übernehmen. In Konfliktsituationen ist jedoch in der Regel der Beizug einer externen Begleitung sehr zu empfehlen. Die Aufgabe der Leitung bzw. der externen Begleitung besteht v.a. darin, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, Gespräche zu moderieren und den Weg für eine Lösung des Konflikts zu ebnen. Gelingt es auf diesem Weg, die Fronten zu glätten und eine allseits akzeptierte Lösung des Problems zu finden, kann in einem nächsten Schritt ein Mitgestaltungsprozess wie im Vorgehen beschrieben angegangen werden.