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Verwirklichung
der Ideen |
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Projekt "Leitbild" |
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Der
Gemeinderat ist beeindruckt von den Ergebnissen des Ideenbazars. Er entschliesst
sich, den Auswertungsbericht und die detaillierteren Auswertungsgrundlagen
für die Erarbeitung eines Gemeindeleitbildes zu nutzen. Darin sollen
der Sinn der Gemeinde als Wohn- und Lebensgemeinschaft sowie die bestehenden
und die zu fördernden Qualitäten der Gemeinde formuliert werden.
Auch das vor wenigen Jahren erarbeitete Entwicklungskonzept, der regionale
Richtplan und diverse ökologische Gutachten sollen in das Leitbild
einfliessen.
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Projekt "Dorfplatz" |
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Die
Gemeindebehörden setzen angesichts des oft geäusserten Wunsches
nach einem neuen Dorfzentrum ein Datum fest, an welchem die künftige
Gestaltung des geplanten Dorfplatzes in einer moderierten Veranstaltung
von Grund auf diskutiert werden soll. Die Beraterin moderiert diese Aussprache.
Mit einem Flugblatt wird die Bevölkerung - auch die Jugendlichen ab
12 Jahren - an die Veranstaltung eingeladen. Einige Gruppen, welche in politischen
Veranstaltungen regelmässig schlecht oder gar nicht vertreten sind
(Schulen, Ausländer, Frauen), werden direkt zu einer Teilnahme ermuntert.
Nach einer kurzen Einführung der Beraterin stellt der Bauverwalter
den bisherigen Stand der Abklärungen und die Rahmenbedingungen zur
Neugestaltung des Dorfplatzes vor (Standort, Kostenrahmen, Zeit). Darauf
erhalten die Anwesenden die Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorstellungen
zum Dorfplatz auf Kärtchen zu notieren. Die Beraterin ordnet die eingegangenen
Wünsche. Die Teilnehmer erhalten Klebepunkte, die sie unter jenen Wunschkategorien
anbringen können, die ihnen am wichtigsten erscheinen. Am Schluss können
sie sich für die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe melden, die aufbauend
auf der Ideensammlung ein Gestaltungskonzept entwickeln soll. Da sich sehr
viele Personen melden, wird unter Leitung der Beraterin eine Auswahl getroffen,
wobei auf eine möglichst grosse Vielfalt der Meinungen geachtet wird.
Den übrigen Interessenten wird versichert, dass sie nach der Erarbeitung
eines ersten Konzepts Gelegenheit erhalten, sich im Rahmen eines weiteren
Workshops zu den Vorschlägen zu äussern.
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Projekt "Oekobörse" |
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Das
Projekt "Oekobörse" der Umweltgruppe möchte erreichen,
dass die Landwirte ihre ökologischen Ausgleichsflächen so zusammenlegen,
dass für alle ein möglichst grosser Nutzen entsteht:
den Naturinteressierten eine
vielfältigere Natur
den Erholungssuchenden mehr Möglichkeiten
der Gemeinde mehr Lebensqualität
den Bauern einen besseren Leistungsausweis
und mehr Abgeltungen
Der Umweltgruppe gelingt es am Ideenbasar, den BesucherInnen die Oekobörse
mit attraktiven Plakaten verständlich zu machen. Die Idee findet
breiten Anklang. Gestützt durch diesen Rückhalt gelingt es der
Umweltgruppe, die Bauern für die Idee zu interessieren und sie in
persönlichen Gesprächen für eine Umsetzung gewinnen. So
findet die Idee auch vor der Flurgenossenschaft, in welcher alle Bauern
zusammengeschlossen sind, eine klare Zustimmung. Die Gemeinde steuert
einen Anteil Gemeindeland bei, und der Gemeinderat will ein Landschaftsentwicklungskonzept
ausarbeiten, das den Bauern höhere Abgeltung einbringt.
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Projekt "Naturspielplatz" |
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Die
Idee eines Naturspielplatzes findet am Ideenbasar grossen Anklang. Die
Elterngruppe will den Rückhalt nutzen und fordert den Gemeinderat
in einem Schreiben auf, mögliche Standorte für einen künftigen
Spielplatz zu bezeichnen. Mit dieser Forderung stösst sie allerdings
beim Gemeinderat auf kein Gehör. Da das Vorhaben zu scheitern droht,
organisiert die Beraterin einen Workshop, zu dem sie alle Interessierte
einlädt, um die Spielplatzfrage weiter zu verfolgen.
Nur wenige Personen folgen der Einladung, aber die Anwesenden versuchen,
die Idee zu konkretisieren und das Vorgehen zu planen. Es fehlt noch an
klaren Vorstellungen, so dass die Beraterin vorschlägt, im Rahmen
einer kleinen Exkursion Spielplatzprojekte in anderen Dörfern zu
besuchen. Nach dem Einblick in konkrete Beispiele und den Gesprächen
mit den InitiantInnen ist die Elterngruppe gewillt, ein Konzept für
den Naturspielplatz zu erarbeiten.
Die Beraterin lädt die betroffenen Parteien - den zuständigen
Gemeinderat, die Gemeindehelferin, die Kirche, die Lehrerschaft, die Jugendlichen
und Interessierte - zu einer Aussprache ein. An der Aussprache stellen
die InitiantInnenen zuerst ihre Projektidee vor und darauf stellt der
Gemeinderat seine Sicht dar. Die Beraterin fasst die beiden Standpunkte
zusammenfassen und richtet Fragen bzw. Gegenvorschläge an die anwesenden
Parteien. Sie versucht, Lösungsvorschläge ins Gespräch
zu bringen, so dass gegenseitige Bedingungen ausgehandelt werden können.
Der Gemeinderat erklärt sich bereit, Abklärungen über freie
Grundstücke zu treffen, während die Elterngruppe zusichert,
eine Trägerschaft für ihr Projekt aufzubauen. Wenige Wochen
später wird der Verein ,Familienforum` gegründet.
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Projekt "Jugendtreff" |
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Sowohl
bei den Kindern wie bei den Erwachsenen hat die Idee eines Jugendtreffs
am Ideenbazar eine maximale Punktzahl erreicht. Die Elterngruppe, die das
Projekt eingebracht hat, traut sich jedoch nicht zu, es selbstständig
weiterzuverfolgen. Deshalb möchte die Beraterin weitere Kreise einbeziehen.
Sie organisiert den Besuch eines bestehenden Jugendtreffs in einer anderen
Gemeinde der Region, zu dem sie alle Interessierten sowie den zuständigen
Gemeinderat, einigen LehrerInnen sowie zwei VertreterInnen des Kirchgemeinderats
einlädt.
Obschon sich sowohl der Gemeinderat wie die VertreterInnen der Kirchgemeinde
entschuldigen lassen, erweist sich der Besuch für die wenigen Teilnehmenden
als sehr wertvoll. In der Diskussion mit dem Leiter des Jugendtreffs und
den mitverantwortlichen Jugendlichen erhalten sie konkrete Vorstellungen
und Ideen, wie ein Jugendtreff in ihrer eigenen Gemeinde verwirklicht werden
könnte.
Nach diesem Besuch erarbeitet die Gruppe mit neuen Motivation ein erstes
Konzept, das sie in einer von der Beraterin moderierten Aussprache der interessierten Öffentlichkeit, sowie den Behörden vorstellen. Grosses Gewicht
legt die Gruppe darauf, dass die Jugendlichen ihren Jugendtref weitgehend
selber aufbauen und betreuen, unterstützt von Erwachsenen. Von den
Behörden verlangt die Gruppe Unterstützung und Koordination. Der
zuständige Gemeinderat bringt seine Stellungnahme vor. Er stellt dabei
die Zuständigkeit der Gemeindebehörden in Abrede und lehnt eine
Mitarbeit ab, solange kein Detailkonzept vorliege und keine gesicherte Trägerschaft
bestehe. Die Beraterin nimmt die unterschiedlichen Standpunkte auf und wirft
die Frage nach möglichen Auswegen und Alternativen in die Runde. Die
Gemeindehelferin bietet darauf an, VertreterInnen der beteiligten Parteien
einzuladen, um eine Spurgruppe für das Projekt zu bilden. Diese offizielle
Spurgruppe nimmt mit den zuständigen Stellen der Nachbargemeinden Kontakt
auf und gründet nach wenigen Monaten einen übergemeindlichen Verein
Jugendtreff, der gemeinsame mit den Jugendlichen die Verwirklichung des
Projekts Jugendtreff angeht.
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Projekt "Aussichtshügel" |
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Die
Beraterin lädt alle Interessierten zu einem Workshop zur Idee "Aussichtshügel
hinter dem Dorf" ein. Da die Gruppe recht klein ist, lässt die Beraterin
die Teilnehmenden zunächst frei über ihre Vorstellungen diskutieren
und fasst nach einer Weile ihre Eindrücke zusammen. Auf dieser Basis
wird ein Konzept entwickelt und die Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert.
Es wird deutlich, dass weniger die Finanzierung, als vielmehr das Einverständnis
der Landbesitzer die schwierigste Hürde darstellt - gerade weil einige
davon als wenig gesprächsbereit gelten. Deshalb wird vereinbart, mit
den Landbesitzern ins Gespräch zu kommen und ihnen verschiedene Vorschläge
für die Umsetzung der Idee vorzustellen.
Die Landbesitzer sind trotz Vorbehalten zu einem Gespräch bereit. Die
Beraterin übernimmt die Gesprächsleitung. Zuerst stellen die Initianten
ihre Idealvorstellung vor. Mit
Hilfe einer grossformatigen Skizze erklären sie, weshalb ihnen die
Aufwertung des Hügels wichtig ist. Dabei zeigen sie Verständnis
für die Bauern und den möglichen Mehraufwand bzw. Minderertrag,
der ihnen daraus entsteht. Dann nehmen die Landbesitzer Stellung. Sie
betonen, dass sie nicht grundsätzlich gegen Aufwertungen seien und
die Natur auch schätzen, dass sie aber wirtschaften müssen. Darauf
erklären sie, was die Aufwertung wirtschaftlich für sie bedeute
und dass die Idealvorstellung in dieser Form für sie nicht tragbar
sei. Die Beraterin leitet aus der Darstellung der Bauern einen Alternativvorschläge ab
und versuchte, eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zu
vermitteln. Schliesslich
finden die beiden Parteien eine Einigung, wobei die Bauern auf eine finanzielle
Entschädigung verzichten und sogar darauf bestehen, die Bäume
auf der Anhöhe selber zu pflanzen. Die Sitzbank soll von der Gemeinde
beigesteuert werden. |
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